Informationsportal · 50 Bauten

Stuttgarter
Architektur-
geschichte.

Vom Jugendstil der Stuttgarter Markthalle bis zur Grünfassade der Calwer Passage: 50 bedeutende Bauten in vier Epochen – ein vollständiges Architekturportrait der Landeshauptstadt Baden-Württembergs.

Über dieses Portal

Stuttgart –
Hauptstadt der Architekten.

Nirgendwo in Deutschland leben mehr Architekten pro Einwohner als in Stuttgart. Diese Dichte hat über hundert Jahre eine einzigartige Baukultur hervorgebracht – mit Weltrangstellung. Die Weissenhofsiedlung ist UNESCO-Weltkulturerbe. Der Fernsehturm wurde im Dezember 2023 für die UNESCO-Welterbeliste nominiert. Die Neue Staatsgalerie gilt als wichtigstes postmodernes Museumsgebäude Deutschlands.

Dieses Portal dokumentiert 50 Bauten der Stuttgarter Architekturgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts – sachlich, ausführlich, chronologisch. Von der Stuttgarter Schule um Paul Bonatz und Paul Schmitthenner über die Ingenieurkunst eines Fritz Leonhardt und Frei Otto, die Postmoderne James Stirlings und den Dekonstruktivismus Günter Behnischs bis zur internationalen Gegenwartsarchitektur von UNStudio, Delugan Meissl und Ingenhoven. Betrieben von der AZ/Architekturzeitung, Stuttgart.

50
dokumentierte Bauten
4
Epochen
~120
Jahre Architektur
1
UNESCO-Welterbe

Redaktioneller Kontakt

Für Hinweise, Ergänzungen oder Anfragen zur AZ/Architekturzeitung stehen wir gerne zur Verfügung.

Kontakt aufnehmen

Architekten & Ingenieure Stuttgarts

Paul Bonatz1877–1956, Stuttgarter Schule
Fritz Leonhardt1909–1999, Brückenbau / Fernsehturm
Rolf Gutbrod1910–1999, Liederhalle
Frei Otto1925–2015, Leichtbau, Pritzker 2015
Günter Behnisch1922–2010, Dekonstruktivismus
Hans Scharoun1893–1972, Romeo & Julia
James Stirling1926–1992, Staatsgalerie
Werner Sobek*1953, Leichtbau, Nachhaltigkeit
Arno Lederer*1947, LRO Stuttgart
Stefan Behnisch*1957, Behnisch Architekten
Christoph Ingenhoven*1960, Calwer Passage, S21
Eun Young Yi*1952, Stadtbibliothek

Stuttgarter Architekturgeschichte – Überblick

100 Jahre Bauen
in einem Kessel.

Stuttgart hat eine außergewöhnliche Eigenschaft: Es ist eine Talkessel-Stadt. Die Topographie zwingt zur Dichte, zum Experimentieren mit dem Hang, zur Erfindung neuer Raumtypen. Kein Wunder, dass hier Leichtbaukonstruktionen entwickelt wurden – Frei Otto musste das Gewicht minimieren, weil der Boden schwierig war. Kein Wunder, dass Terrassengebäude hier eine eigene Tradition haben.

Die Geschichte der Stuttgarter Architektur ist in vier großen Spannungsbögen erzählt: Erstens der Widerspruch zwischen der konservativen Stuttgarter Schule und dem radikalen Neuen Bauen – der sich 1927 in der Weissenhofsiedlung und 1933 in der Kochenhofsiedlung materialisierte. Zweitens der Wiederaufbau nach dem Krieg mit seinem unerwarteten Mut zur konstruktiven Kühnheit: Fernsehturm, Liederhalle, Romeo & Julia. Drittens die internationale Debatte um die Postmoderne, die in der Neuen Staatsgalerie Stirlings ihren deutschen Höhepunkt fand. Und viertens die Globalisierung des Stuttgarter Architekturmarkts, die das Mercedes-Benz Museum, das Porsche Museum und die Calwer Passage hervorgebracht hat.